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Mein Kind hat Angst vor dem Wasser und klammert - Was kann ich tun?

Aktualisiert: 31. Mai

Kind mit Angst vor dem Wasser - Schwimmkurs in Brandenburg

Der erste Tag im Schwimmkurs kann sehr aufregend für Kinder und Erwachsene sein. Die Umgebung ist neu, die Trainer am ersten Tag noch unbekannt und die Gruppe an Kindern noch unvertraut. Unser Konzept und unser erfahrenes Team sorgen hier nach dem ersten Tag erfahrungsgemäß bereits für große Vorfreude und ein vertrautes Umfeld.

Zu jedem Zeitpunkt garantieren wir Ihnen ein Höchstmaß an Sicherheit.

Sie können sich selbst ein Bild über uns machen und bei Fragen gerne Kontakt aufnehmen:



Sollte ihr Kind allerdings ausgeprägtes Angstverhalten vor dem Wasser zeigen, würde dies für das Erlernen von Schwimmfertigkeiten hinderlich sein.

Daher möchten wir Ihnen einen kleinen Leitfaden als Hilfestellung an die Hand geben. So schaffen wir gemeinsam eine solide Basis , da bei ausgeprägten Angstverhalten andere pädagogische Ansätze erforderlich sind, als wir sie in unserem Grundkurs in einer Gruppe setzen.

Schon beim Anblick des Schwimmbeckens kommt Skepsis auf?

Den Kopf unter laufendes Wasser zu halten, zum Beispiel unter der Dusche, sorgt für Unwohlsein? Wasser ins Gesicht zu bekommen führt zu Panik?

Wasser wird nicht mit Freude verbunden und durch das Becken zu hüpfen kommt gar nicht in Frage?

Das sind Beispiele für ein ausgeprägtes Angstverhalten.


1. Schritt: Positive Konnotation mit dem Schwimmkurs aufbauen

Um eine offene Einstellung zum Neuen, zum Schwimmkurs, zu fördern empfiehlt sich eine vorbereitende Motivation. Schauen Sie gerne auf unserem Facebook oder Instagram Profil vorbei. Hier finden Sie Foto- und Videobeiträge, die Sie sich gemeinsam mit ihrem Kind anschauen können. Heben Sie positiv hervor wie toll sie das finden, was sie dort gemeinsam sehen und wie viel Spaß das ihrer Vorstellung nach macht. Verzichten Sie an dieser Stelle auf die Nachfrage, ob ihr Kind an dem Angebot teilnehmen möchte. Dies könnte Erwartungsdruck aufbauen.


2. Schritt: Angst vor dem Wasser abbauen

Wir haben uns intensiv mit den Ursachen für Ängste vor dem Wasser beschäftigt und ein spezielles Konzept entwickelt, was Ängste abbaut und Vertrauen in den Aufenthalt im Wasser schafft. Ein Tipp: In der Kommunikation mit ihrem Kind steht heute folgendes an: ,,Wir fahren heute ins Schwimmbad und treffen uns dort mit jemandem zum Spielen.“



Zudem haben wir hier die Gelegenheit mit der erforderlichen Ruhe schrittweise die Verlustangst mit Freude an der Bewegung und den neuen Erfahrungen abzubauen. Stets mit dem Gedanken im Hinterkopf: ,,Mama/Papa ist zwar nicht im Wasser, aber immer in der Nähe und für mich da, wenn ich sie brauche.“

Des Weiteren wird der Angstabbau von einer Lehrkraft durchgeführt, die ihr Kind auch im Schwimmkurs begleiten wird.  So schaffen wir ein bekanntes Gesicht und eine Vertrauensperson im Schwimmkurs.


3. Schritt: Grundkurs - Verhalten der Begleitperson

Der Schwimmkurs ist ein ganz besonderes Erlebnis für alle Beteiligten. Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen Begleitpersonen aus dem Zuschauerbereich teilnehmen zu lassen. Viele Eltern kommen zu den ersten beiden Terminen und verschaffen sich einen Eindruck unserer Leistungen.


Wenn sich Ihr Kind an Ihnen festklammert, empfindet es in diesem Moment massive Trennungs- und Verlassenheitsängste. Das spüren Eltern instinktiv, im Alltag nehmen sie das Kind auf und trösten es.  Besonders die primäre Bindungsperson, häufig die Mutter, ist davon besonders betroffen. Diese Trennungs- und Verlassenheitsangst lassen sich nicht einfach abtrainieren. Für ein gutes Gelingen ist die innere Einstellung zu diesem Verhalten wichtig. Hier stehen wir Ihnen zur Seite.

Zeigt ihr Kind ausgeprägte Verlust- und Trennungsängste, klammert stark oder beginnt sogar bei der Ankunft zu weinen, werden wir mit Ihnen das weitere Vorgehen besprechen. Möglicherweise werden Sie in Absprache mit uns den Kursverlauf komplett begleiten. In einem solchen Fall ist es für einen erfolgreichen Kursverlauf besonders wichtig nachfolgendes zu beachten.


Das Klammern und Weinen begründet sich, wie oben beschrieben in einer Angst des Verlustes bzw. des Verlassenwerdens.

Für Ihr Kind ist folglich die Vermittlung wichtig, dass es nicht allein gelassen wird. Ein Aufenthalt im Wasser durch Begleitpersonen ist ausgeschlossen. 

Daher empfehlen wir eine direkte Kommunikation nach folgendem Beispiel:

,,Lieber Max, ich bin die gesamte Zeit bei dir. Ich sitze hier auf meinem Platz am Beckenrand und schaue dir zu. Ich bin total stolz auf dich, wenn du im Wasser bist. Du kannst zu mir kommen, aber ich komme nicht mit ins Wasser. Ich sitze hier und schaue euch beim Spielen und Schwimmen zu. Ich wünsche dir viel Spaß und warte hier auf dich.“

Kommt das Kind zu Ihnen, weisen Sie es bitte nicht zurück. Das würde das gezeigte Verhalten nur noch weiter verstärken. Nun empfehlen wir weiterhin interessiert unserem Kurs zuzuschauen aber kein Gespräch mit dem Kind aufzubauen. ,,Max, ich bin hier in deiner Nähe. Ich möchte aber gerne zuschauen, weil ich das Schwimmen total spannend finde.“

Hier vermitteln Sie gleich mehrere Botschaften. Zudem sitzt ihr Kind nun neben Ihnen und wird sich irgendwann langweilen, während andere Kinder offensichtlich Spaß haben.

Bitte fordern Sie ihr Kind nicht auf wieder ins Wasser zu gehen. Unser geschultes und erfahrenes Personal wird zu einem passenden Zeitpunkt versuchen ihr Kind wieder in den Kurs zu integrieren. Häufig machen die Kinder auch einfach von selbst wieder mit und reihen sich in die Gruppe mit ein.

Rückschritte sind häufig ausgelöst durch lange Gespräche mit dem eigenen Kind und Aufforderungen wieder am Kurs teilzunehmen. ,,Geh doch mal rüber und mach wieder mit.“, kann als Zurückweisung empfunden werden. Erwartungsdruck führt hier nicht zum gewünschten Ergebnis.


Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gerne beratend zur Verfügung.


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